Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen gezeigt.
| Beide Seiten der vorigen Revision Vorhergehende Überarbeitung | |||
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computer:firewall-migration [2010/06/18 13:10] christian gelöscht |
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| - | <note tip>**Hinweis:** Dieser Artikel ist unvollständig, er wird in naher Zukunft aktualisiert.</note> | ||
| - | Im Laufe meiner IT-"//Green-isierung//" stand Januar/Februar 2010 auch die Migration meiner aktuellen Firewall an. Grund hierfür war der zu hohe Stromverbrauch. | ||
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| - | ======Altes System====== | ||
| - | {{ :computer:IBM_TC_S50.jpg?200|IBM Thinkcentre S50}} | ||
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| - | Nachdem ich anfang noch einen [[IBM NetVista 2800 8364-EXX]] Thin-Client benutzte, stand letztes Jahr ein Hardware-Upgrade auf ein [[IBM Thinkcentre S50]] an. Das war nötig, da ich von IPCop 1.4 auf die 1.9er Beta updatete. Diese Version war auf dem alten System nicht produktiv nutzbar. | ||
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| - | Das Thinkcentre war mit einem 64bit-fähigen Intel Celeron-Prozessor war das System ein wenig überdimensioniert, was sich leider auch im Verbrauch niederschlug. Während das vorherige System lediglich **~30 Watt** verbrauchte, schlug der Stromverbrauch beim Thinkcentre mit **~50 Watt** ordentlich zu Buche. | ||
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| - | ======Überlegung neues System====== | ||
| - | {{ :computer:ALIX_2D3_Board.jpg?200|ALIX.2D3-Mainboard}} | ||
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| - | Um Strom zu sparen, wollte ich in erster Linie auf ein eingebettetes System setzen, das nur das mitbringt, was wirklich benötigt wird - also 3x NIC und miniPCI für eine WLAN-Schnittstelle und vielleicht einen RS232-Port für eine Konsole. | ||
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| - | CPU-technisch wollte ich hier nicht auf Atom setzen, da die meisten erschwinglichen Atom-CPUs aufgrund eines leicht angestaubten Intel-Chipsatzes relativ viel Strom verbrauchen. Ferner halte ich eine Atom-CPU für ein Heimnetzwerk für überdimensioniert. | ||
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| - | Die Unterstützung von **WRAP-** und **ALIX**-Mainboards sind bei IPCop und EMBCop hervorragend. Diese Mainboards vom Hersteller **PC Engines** sind spezielle eingebettete Systeme, welche es in verschiedenen Konfigurationen gibt. So gibt es Systeme mit mehreren NICs, mehreren miniPCI-Ports für WLAN-Karten, optional VGA-Ports, etc. Meine Anforderungen waren drei Netzwerkkarten und einen miniPCI-Port für eine WLAN-Karte. Somit war meine Überlegung das Modell **ALIX.2D3**. Dieses hatte, ohne Erweiterungskarten und USB-Geräte, einen Stromverbrauch von **4-5 Watt**. | ||
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| - | Dieses Modell verfügt, warum auch immer, aber über keine RTC-Batterie. Somit würden bei einer Stromunterbrechung die Uhrzeit und die BIOS-Konfiguration verloren gehen, was ein wenig unpraktisch ist. Es gibt ein weiteres Modell namens **ALIX.2D13**, welches über eine RTC-Batterie und eine IDE-Schnittstelle verfügt. Das ist interessant, falls ich einmal auf eine Notebook-Festplatte upgraden möchte. | ||
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| - | Ich habe mir bewusst ein ALIX und kein WRAP-System überlegt, da laut mehrerer User-Reviews WRAP-Systeme mit IPCop deutlich langsamer sind als ALIX-Systeme. | ||
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| - | Es gäbe noch weitere eingebettete Systeme, wie beispielsweise das **Beagleboard**. Dieses ist ein noch kleineres Mainbaord mit 2 OMAP/ARM-Prozessoren im Verbund, welches sich auch dazu eignet, HD-Videos abzuspielen. Dieses gibt es allerdings nur mit 2 NICs, was für mich zu wenig ist - auch wenn der Stromverbrauch von **2 Watt** sehr lukrativ wäre. Die Stromversorgung könnte also über Netzteil, USB-Port oder - wie beim ALIX-System - auch mittels **PoE** (//Power on Ethernet//) erfolgen. | ||
| - | Für mich kommt ein solches System allerdings nicht in Frage, da ich keine Grafikausgabe benötige und 2 NICs für mich zu wenig sind. Ferner fehlt WLAN, also leider untauglich. | ||
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| - | =====Tatsächliche Konfiguration===== | ||
| - | Letztendlich habe ich ein komplettes Bundle mit folgender Konfiguration gekauft: | ||
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| - | * Mainboard **ALIX.2D13** | ||
| - | * 4 GB CompactFlash-Speicherkarte mit Kingston-Markenspeicher | ||
| - | * Netzteil | ||
| - | * Silbernes Gehäuse | ||
| - | * miniPCI-WLAN Karte (//Compex WLM200NX 6A, Atheros Chipsatz, 2,4/5GHz, a,b,g und n-Draft//) | ||
| - | * 2x externe WLAN-Antennen mit 9dbi für hohe Sende-/Empfangsleistung | ||
| - | * 2x Antennenkabel zur Anbindung der externen WLAN-Antennen | ||
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| - | Bis auf die zwei Löcher für die WLAN-Antennen wird alles vorkonfiguriert und verschraubt geliefert. Diese müssen nachträglich hineingebohrt werden. | ||
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| - | Für diese Zusammenstellung habe ich, inklusive Versand und MwST, **exakt 200 Euro bezahlt**. Das ist für ein eingebettetes System in dieser Konfiguration äußerst günstig. | ||
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| - | ======Umbau====== | ||
| - | {{ :computer:ALIX_Case_Aufgebohrt.jpg?200|Aufgebohrtes ALIX-Gehäuse}} | ||
| - | {{ :computer:ALIX_Case_WLAN.jpg?200|ALIX-Gehäuse mit WLAN-Antennenanschlüssen}} | ||
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| - | An der Rückseite des ALIX-Gehäuses ist neben den Anschlüssen für RJ45-Ports, Strom- und RS232-Anschluss nicht sehr viel Platz. Mit etwas geschickt kann man allerdings ohne Probleme dort noch zwei WLAN-Antennenbuchsen unterbringen. | ||
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| - | Hierzu empfiehlt es sich **links neben dem RS232-Port** und **rechts neben dem Strom-Anschluss** zwei kleine, etwa **6,2 mm** große Löcher zu bohren. Hierfür ist es sinnvoll zwei oder drei kleinere Bohrer zu verwenden und vor dem eigentlichen Bohren mit einem Körner die Stelle zu fixieren - so kann man hässliche Kratzer vermeiden. | ||
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| - | Von der Gehäuseinnenseite wird der mitgelieferte Fixierring eingelegt, von der Außenseite wird eine Mutter aufgedreht, um die Buchse fest mit dem Gehäuse zu verbinden. | ||
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| - | Nun können auch problemlos größere Antennen fixiert und aufgedreht werden. | ||
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| - | ======Installation und Inbetriebnahme====== | ||
| - | Die Installation gestaltet sich relativ unspektakulär. | ||
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| - | Zunächst muss ein Image (//Abbild//) für den IPCop bezogen werden. Ein solches findet sich auf der Webseite des IPCop-Forums, nach einer Registrierung kann man es kostenlos herunterladen. | ||
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| - | Ich persönlich habe das 2 GB Image benutzt, obwohl ich eine 4 GB-Karte besitze. Grund hierfür war, dass das Image wohl einige Kilobyte größer war als meine CF-Karte - das Resultat war eine fehlerhafte Installation. Bei allen angeboteten Images in den Größen von 512 MB bis 4 GB ist die Größe der Installation meistens gleich, von daher ist es also ohne Bedenken machbar, ein kleineres Image zu verwenden. | ||
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| - | Um das Image auf die Speicherkarte zu spielen, bedarf es einen Kartenleser zu besitzen. Die Compact Flash-Karte darf keine Partitionen erhalten. Unter Linux kann dies einfach mit dem Tool **fdisk** bewerkstelligt werden, während unter Windows sich hier das Abbrechen eines Formatierungsvorgangs der CF-Karte nach etwa 30 Sekunden bewährt hat. | ||
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| - | Das Image selbst kann mit **Phydiskwrite** unter Windows auf die Karte geschrieben werden. Unter Linux ist dieser Vorgang mithilfe des Programms **dd** einfach zu bewerkstelligen: | ||
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| - | <code> # dd if=2_gb_image.img of=/dev/sdb</code> | ||
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| - | Wichtig ist es hier, das richtige Laufwerk auszuwählen. Im Zweifelsfall können mit **dmesg** und **fdisk -l** als Hilfe dienen. | ||
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| - | Der Image-Vorgang kann einige Minuten dauern, nach diesem sollte unter Linux die Karte vor dem Entfernen sicherheitshalber noch ausgeworfen werden: | ||
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| - | <code> # eject /dev/sdb</code> | ||
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| - | =====Installationsassistent===== | ||
| - | Um auf den ALIX zuzugriefen, muss dieser mit einem Nullmodemkabel mit einem Computer verbunden und ein Terminal-Emulator, wie beispielsweise **PuTTy** oder **minicom** aufgerufen werden. Folgende Konfiguration muss vorgenommen werden: | ||
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| - | * Baud-Rate: **38400** | ||
| - | * Hardware-Flusssteuerung | ||
| - | * kein Stoppbit | ||
| - | * 8 Databits | ||
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| - | = **38400 8N1** | ||
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| - | Wenn die Konfiguration vorgenommen wurde, kann der ALIX eingeschaltet werden und die Ausgaben landen auf dem Bildschirm. | ||
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| - | Beim ersten Boot wird das Dateisystem gecheckt, eventuell muss manuell dieser Check durchgeführt werden. Hier wird nach dem Passwort (//ipcop//) gefragt und anschließend eine Shell angezeigt. In dieser werden folgende Befehl abgesetzt: | ||
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| - | <code> # fsck /dev/harddisk1 | ||
| - | # fsck /dev/harddisk2 | ||
| - | # fsck /dev/harddisk4</code> | ||
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| - | Nach einem weiteren Reboot, welcher durchaus einige Zeit in Anspruch nehmen kann (//warten, nicht das Stromkabel ziehen!//), wird der eigentliche IPCop-Login angezeigt. Der Benutzer **root** hat das Passwort **ipcop**. Nach dem Login wird das Installationsprogramm mit folgenden Aufruf gestartet: | ||
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| - | <code> # cfinstaller</code> | ||
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| - | Abgefragt werden hier übliche IPCop-Parameter, wie Netzwerkkonfiguration, Land, Sprache, etc. Nach dem Assistenten wird der IPCop ein weiteres Mal neugestartet und ist dann fertig eingerichtet. | ||
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| - | =====WLAN-Matters===== | ||
| - | Letztendlich habe ich noch eine zweite WLAN-Karte gebraucht, das Problem war, dass die n-Draft Karte von IPCop 1.4.2.x nicht unterstützt wurde. Die IPCop 1.9 Beta unterstützt diese Karte wohl, allerdings möchte ich keine instabile Software in meinem Netzwerk verwenden. | ||
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| - | Aus diesem Grund habe ich mir einfach eine herkömmliche 54 a/b/g Netzwerkkarte gekauft und diese im ALIX verbaut. Wenn ich irgendwann dann auf IPCop 1.9 update, kann ich dann die n-Draft WLAN-Karte verbauen. | ||
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| - | ======Internet-Verweise====== | ||
| - | * Internetseite des Mainboard-Hersteller: http://www.pcengines.ch/ | ||
| - | * Deutscher Online-Shpo für eingebettete Systeme: http://www.varia-store.com/ | ||
| - | * IPCop: http://www.ipcop.org | ||
| - | * EMBCop: http://www.embcop.org | ||
| - | * IPCop-Forum: http://www.ipcop-forum.de | ||